Einfach sicher

ADAC, DEKRA, ZF

Die Digitalisierung der Mobilität wirft ganz neue Fragen auf. Wir geben Antworten.

ULRICH KLAUS BECKER
Vizepräsident ADAC

STEFAN KÖLBL
Chairman of the Management Board DEKRA e.V. and DEKRA SE, CEO

Mit rund 21 Millionen Mitgliedern ist der ADAC der bei weitem größte Automobilclub in Deutschland und weltweit der zweitgrößte. Für ADAC Vizepräsident Ulrich Klaus Becker ist die Sache klar:


„Aus Verbrauchersicht ist es nicht akzeptabel, dass allein die Hersteller über die Nutzung der Fahrzeugdaten entscheiden. Die Datenhoheit muss beim Fahrzeugbesitzer liegen.“

Der ADAC fordert ebenso wie DEKRA von der EU deshalb
eine gesetzliche Regelung über einen freien, vom Hersteller unabhängigen Zugang zu den Fahrzeugdaten. Fahrzeugbesitzer sollen selbstbestimmt über ihre Daten verfügen können. Das bedeutet: Sie steuern die Freigabe an Dritte und profitieren von der Vermarktung im Rahmen datenbasierter Geschäftsmodelle. Die Forderungen des ADAC schließen die Aufklärung der 

Fahrzeugbesitzer darüber ein, welche Daten überhaupt erhoben und in welcher Häufigkeit übertragen werden. Für DEKRA steht dem satzungsgemäßen Auftrag entsprechend die Fahrzeugsicherheit im Mittelpunkt. Hierzu fordert DEKRA einen ungefilterten Zugang zu allen sicherheits- und umweltrelevanten Fahrzeugdaten. Denn ohne diese Daten ist es einem DEKRA Gutachter vor Gericht nicht möglich, verlässlich zu sagen, ob ein Unfall vom Fahrer oder von einem Fahrassistenzsystem verursacht worden ist. Aus diesem Grund hat DEKRA die Trust-Center-Initiative gestartet. Ziel ist es, einen herstellerunabhängigen Datentreuhänder aufzubauen.

„Für eine unabhängige Prüfung benötigen wir vollständige und unmodifizierte Daten, die nicht vom Back-End des Herstellers stammen“,

unterstreicht DEKRA Chef Stefan Kölbl die Notwendigkeit eines Trust -Center. Denn nur mit Hilfe eines solchen Datentreuhänders kann DEKRA auch in Zukunft seiner hoheitlichen Aufgabe gerecht werden und die Fahrzeugsicherheit in einer vernetzten Welt garantieren.

Als rollende Computer produzieren Fahrzeuge eine Vielzahl von Daten. Doch wem gehören sie eigentlich? Und wer sollte wann auf welche Daten zugreifen können? Mit dem Verbraucher bzw. Autofahrer im Blick haben ADAC und DEKRA klare Lösungen für die Datenfrage.

Die Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource des Unternehmens.

WOLFGANG LINSENMAIER
(Member of the Management Board DEKRA SE, CFO, HR and Organizational Excellence) prämiert die Siegermannschaft des traditionellen DEKRA Fußballturniers.

„Mitarbeiterorientierung ist ein zentraler Wert bei DEKRA“, sagt Vorstand Wolfgang Linsenmaier. „Die Expertise, der Ideenreichtum und die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter sind unsere wichtigsten Ressourcen.“ DEKRA pflegt deshalb eine Kultur des Miteinanders und Vertrauens.

Mitarbeiter erhalten Freiräume, die Zukunft des Unternehmens mitzugestalten und unternehmerisches Handeln unter Beweis zu stellen. Dazu fördert DEKRA die Vernetzung von Wissen und Erfahrung.

„Täglich engagieren sich unsere Mitarbeiter mit Know-how, Verantwortung und Leidenschaft für die Sicherheit in vielen relevanten Lebenswelten. Dadurch sind wir seit vielen Jahren auf Wachstumskurs.“

Damit das so bleibt, arbeitet DEKRA kontinuierlich an einem Arbeitsumfeld, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Ein Umfeld mit spannenden Projekten und Tätigkeiten. Aber auch ein Umfeld, in dem sich Beruf und Familie miteinander vereinbaren lassen. Darüber hinaus fördert DEKRA die Expertise jedes Einzelnen und bietet Chancen der persönlichen Entwicklung – auch international auf fünf Kontinenten. Doch es gibt auch Erwartungen: 

„Unsere Mitarbeiter agieren stets neutral und unabhängig, und sie halten sich an Gesetze und ethische Grundsätze“,

bringt es Wolfgang Linsenmaier auf den Punkt. Die Mitarbeiter von DEKRA sind darüber hinaus Vorbilder für sicherheitsbewusstes Verhalten. Sie suchen und erkennen Potenziale für weitere Verbesserungen und neue Geschäftschancen. Zusammenarbeit, Respekt und Wissensaustausch zeichnen ihr Handeln aus. Und DEKRA weiß als global operierendes Unternehmen, wie wichtig Vielfalt und Chancen ­gleichheit für den Geschäftserfolg sind. Rund 90 verschiedene Nationalitäten, eine ausgeglichene Altersstruktur und ein kontinuierlicher Anstieg des Frauenanteils sprechen für erfolgreich gelebte Diversität bei DEKRA.

Fußballturniere, Ski-Cups, Biker Treffs – es gibt bei DEKRA viele Anlässe, sich über das Arbeitsumfeld hinaus auszutauschen. In den Events kommt die lebendige Kultur des Unternehmens zum Ausdruck. Sie zeigen aber auch, dass DEKRA seinen Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringt.

Wir sind gemeinsam auf dem Weg, Mobilitätsthemen wie das automatisierte Fahren Wirklichkeit werden zu lassen.

TORSTEN GOLLEWSKI
Head of Autonomous Mobility Solutions ZF Friedrichshafen AG

CLEMENS KLINKE
Member of the Management Board DEKRA SE, COO, Regions and Sales, Head of Region Germany

Mit rund 150.000 Mitarbeitern in 40 Ländern liefert ZF vor allem Systeme für die Mobilität von Pkw und Nutzfahrzeugen. Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung liegt in der Elektrifizierung, digitalen Vernetzung und Automatisierung: ZF lässt Fahrzeuge sehen, denken und handeln.

„ZF ist ein gefragter Partner, wenn es um die Realisierung des automatisierten Fahrens geht“, erläutert Torsten Gollewski. „Der Grund dafür sind unsere umfassenden Systemlösungen rund um Sensoren, Rechenleistung, Software und Aktuatoren.“

Innovationen präsentiert der Technologiekonzern mit Sitz in Friedrichshafen regelmäßig im Rahmen seiner ZF Global Technology Days. Die einwöchige Veranstaltung fand 2019 bei DEKRA statt, und zwar auf dem zum DEKRA Technology Center 

gehörenden DEKRA Lausitzring in Klettwitz. ZF präsentierte seine Lösungen für die „Next Generation Mobility“ eine Woche lang vor internationalen Medienvertretern sowie Kunden. Dabei standen Hybrid- und Elektroantriebe für Pkw, Systemlösungen für das automatisierte Fahren sowie integrierte Sicherheit und innovative Fahrwerktechnik im Mittelpunkt. Etwa 60 Kilometer nördlich von Dresden gelegen, sind die Strecken und die Infrastruktur des DEKRA Lausitzrings für derartige Veranstaltungen prädestiniert. 

„Die Kombination aus Technologiezentrum, Test- und Rennstrecke ist nicht nur eine Innovationsstätte für die Mobilität der Zukunft, sondern auch eine perfekte Eventlocation“, berichtet Clemens Klinke, Vorstand der DEKRA SE und Head of Regions and Sales.

Schon heute ist der DEKRA Lausitzring das größte herstellerunabhängige Test- und Prüfzentrum in Europa rund um das automatisierte Fahren. DEKRA bildet dort die komplette Test kette ab – von der Simulation über reproduzierbare Tests bis zu Feldversuchen auf der Strecke. Doch DEKRA baut die Stellung weiter aus. In diesem Jahr wird der Ausbau der Teststrecken mit der Errichtung von Testmöglichkeiten für vernetzte Fahrfunktionen vorangetrieben.

In Deutschland entsteht derzeit ein neues Ökosystem der Mobilität der Zukunft. Hersteller, Zulieferer, Forschungseinrichtungen und Expertenorganisationen wie DEKRA sorgen dafür, dass die Mobilität der Zukunft nicht nur automatisiert, sondern auch sicher ist.